Viktor Weber Pfarrer in Berlin

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Karfreitag

Karfreitag

Dorfkirche Alt-Staaken · 29. März 2024 · Pfarrer Viktor Weber

Da überantwortete Pilatus ihnen Jesus, dass er gekreuzigt würde. Sie nahmen ihn aber, und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch den Rock. Der aber war ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt: »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.« Das taten die Soldaten. Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.

Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich in Himmel werd eingehn.

Ein Kleid aus Blut. Interessant. Ich denke an die Blutflecken auf meinem weißen Hemd. Dazu ein erschrockener Schrei meiner Mutter: „Das geht nie wieder raus.“

Das Blut Jesu wäscht mich rein, so dass meine Kleiner weißer werden denn Schnee: „Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind’s, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes. Offb. 7“

Blut als himmlisches Waschmittel zur Lösung besonderer Flecken.

Die Sünde als Flecken auf unserer Seele.

Mel Gibson, Passion Christi, viel Blut.

Blut weckt Neugier Gaffer bei Unfällen. Filme mit Sex und Gewalt (Game of Thrones)

Blut. Lebensnotwendig. Blut fließt durch unsere Adern. Bis zu sechs Liter soll der Mensch haben. Die roten Blutkörperchen leben wohl nicht länger als 120 Tage, drei x p.a. erzeugt der Körper quasi neues Blut.

Wie kann das Blut Christi etwas Gutes sein, etwas das uns zu besseren Menschen macht?

Blutsbrüderschaft

Blut ist dicker als Wasser

Im Blut sitzt das Leben (AT), Blut transportiert Sauerstoff. Am ehesten hilft noch die Vorstellung der Blutspende weiteres Leben wird ermöglicht.

Für uns ist das Blut zunächst eine Warnung, denn Karfreitag zeigt, wozu wir fähig sind. Karfreitag ist überall. Überall leidet Gott mit, denn wir sind Gottes Kinder. Auch an der Front. Warum hast Du uns verlassen. Es bringt ja nichts, Gott zum Teufel zu schicken.

Im Abendmahl ist dieser Jesus, der gekreuzigt wurde, mitten unter uns. Er erinnert uns daran, dass wir zu einem Leben in Liebe bestimmt sind.

Ostern muss warten. Es gilt das Leid auszuhalten. Mit Gott. Leid wird jeden treffen, es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange du noch priveligiert bist. Gebe Gott, dass es nur kleines Leid sei.

(als Glaubensbekenntnis) Lied: EG 184 Wir glauben Gott im höchsten Thron

Psalm 22/31,6a:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.

Um Mitternacht Hab‘ ich gewacht Und aufgeblickt zum Himmel; Kein Stern vom Sterngewimmel Hat mir gelacht Um Mitternacht.

Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

Um Mitternacht Hab‘ ich gedacht Hinaus in dunkle Schranken; Es hat kein Lichtgedanken mir Trost gebracht Um Mitternacht.

Aber du bist heilig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.

Um Mitternacht Nahm ich in acht Die Schläge meines Herzens; Ein einz’ger Puls des Schmerzens War angefacht Um Mitternacht.

Unsere Väter und Mütter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus. Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.

Um Mitternacht Kämpft‘ ich die Schlacht, o Menschheit, deiner Leiden; Nicht konnt‘ ich sie entscheiden Mit meiner Macht Um Mitternacht.

Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; Denn es ist hier kein Helfer.

Um Mitternacht Hab‘ ich die Macht In deine Hand gegeben; Herr über Tod und Leben Du hältst die Wacht Um Mitternacht.

In deine Hände befehle ich meinen Geist.

L: Geheimnis des Glaubens. G: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Ewigkeit.

Es gilt das gesprochene Wort.


Fragen oder Gedanken dazu? Schreib mir an info@viktor-weber.com.