Viktor Weber Pfarrer in Berlin

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Konfirmation

Konfirmation

Dorfkirche Alt-Staaken · 18. Mai 2024 · Pfarrer Viktor Weber

Ich bin ganz gewiss, dass alles, was wir in dieser Welt erleiden, nichts ist verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken wird. Römer 8,18

What? Wieso denn dieser Bibelvers??? Ein billiger Trost auf ein Jenseits? Passt das noch ins 21. Jahrhundert?

Der Vers ist wie ein Energy Drink Motiviert und zeigt einen Sinn auf, das gibt Kraft

Wie eine Bürste was erst mal hässlich aussieht, kann in eine höhere Ordnung gebracht werden

Der Vers ist wie ein Kuchenblech. Damit der Kuchen genießbar wird, muss er erst die Hitze des Ofens überstehen. Danach ist er herrlich.

Wie ein Handy. Er zeigt, dass Du eine Verbindung zu Gott aufnehmen kannst. Er zeigt, dass Du aufladen kannst, wenn du daran denkst, dass deine Schwierigkeiten und Leiden einem guten Ziel dienen können.

Wie ein Spiegel. Er zeigt, dass du deinen Glauben immer wieder reflektieren sollst. Damit du nicht irgendwelchen Unsinn glaubst, sondern etwas sinnstiftendes.

Steht in der Bibel. Ich erinnere an das Evangelium von vorhin:

Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen… Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch

Hey ChatGPT, was bedeutet eigentlich Konfirmation?

Ein Schritt ins Erwachsenwerden

Im Grunde genommen ist die Konfirmation eine Art Upgrade für junge Christen. Mit etwa 14 Jahren – genau in der Phase, in der der Teenager die Welt neu entdeckt und ständig zwischen „Ich weiß alles“ und „Was soll das alles?“ schwankt – kommt die Kirche ins Spiel und sagt: „Hey, lass uns mal über deinen Glauben reden!“. Das klingt erstmal trocken, ist aber tatsächlich ziemlich spannend.

Der Ursprung: Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Der Begriff „Konfirmation“ stammt aus dem Lateinischen „confirmare“, was so viel wie „bestätigen“ bedeutet. Ursprünglich bedeutete das: „Okay, du wurdest als Baby getauft, jetzt bist du alt genug, um selbst zu bestätigen, dass du diesen Glauben auch wirklich annimmst.“ Eine Art spirituelle Führerscheinprüfung, wenn man so will – ohne die Angst, durchzufallen.

Die Vorbereitung: Mehr als nur Bibelstunden

Am Anfang steht eine Phase der Vorbereitung an. In den meisten Gemeinden geht es dabei um Gemeinschaft, Diskussionen und manchmal auch spannende Projekte. Man trifft sich regelmäßig, spricht über den Glauben, das Leben und alles, was dazwischenliegt. Konfirmandenfreizeiten sind legendär!

Der große Tag: Festkleidung und Familienfeier

Mit einem feierlichen Gottesdienst werden die Jugendlichen gesegnet und offiziell als erwachsene Mitglieder der Kirche aufgenommen. Klingt feierlich? Ist es auch!

Der symbolische Akt: Segnung und mehr

Der Höhepunkt des Gottesdienstes ist die Segnung. Der Pastor oder die Pastorin legt jedem Konfirmanden die Hand auf den Kopf und spricht einen Segen. Hierbei wird oft ein individueller Konfirmationsspruch verlesen – eine Art Lebensmotto, das Mut und Zuversicht spenden soll. Manche sagen, in diesem Moment fühle man sich wirklich „konfirmiert“ – stark, selbstbewusst und erwachsener.

Und danach? Geschenke, Partys und ein bisschen Stolz

Nach dem Gottesdienst geht’s ans Eingemachte: die Feier! Konfirmation ist auch ein Anlass für Familienfeste, leckeres Essen und natürlich Geschenke. Oft gibt es Uhren, Schmuck, Bücher oder auch mal das heiß ersehnte neue Fahrrad oder sogar etwas Geld. Schließlich ist die Konfirmation ein bedeutender Meilenstein – und das darf ruhig gebührend gefeiert werden.

Fazit: Mehr als nur ein Ritual

Am Ende des Tages ist die Konfirmation mehr ein Moment des Innehaltens, des Nachdenkens und des Feiern des Glaubens und des Lebens. Für die Jugendlichen bedeutet sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg ins Erwachsenwerden – und das nicht nur in religiöser Hinsicht. Es ist eine Gelegenheit, sich selbst und seinen Platz in der Welt ein Stück weit besser zu verstehen.

Feierliche Einsegnung

Frage an die Gemeinschaft der Konfis – bitte aufstehen!

Liebe Konfis, ihr habt ein knappes Jahr lang den Konfa-Kurs besucht und dabei viel über den christlichen Glauben erfahren. Sicher ist noch vieles im Verborgenen geblieben. Doch ihr habt alle eine Idee davon bekommen, um was es beim christlichen Glauben geht, nämlich um Liebe und ein menschenwürdiges Miteinander, so wie Jesus es uns verkündet hat. Liebt einander. So nehme ich Bezug auf das vorhin gehörte Glaubensbekenntnis und frage euch vor Gott und der hier versammelten Gemeinde: Bekennt ihr, dass Christinnen und Christen seid und als solche leben wollt? So sprecht laut: ja, mit Gottes Hilfe.

Einsegnung: Konfis kommen als Paar vor den Altar, Kniebank, Blick zur Gemeinde, Teamer Blick zur Kirche, Urkunden liegen in der richtigen Reihenfolge auf dem Altar, Viktor reicht die richtigen Urkunden an die Teamer, Teamer lesen nacheinander: „(ganzer!) Vorname, Dein Konfirmationsspruch lautet: xyz.“

Es gilt das gesprochene Wort.


Fragen oder Gedanken dazu? Schreib mir an info@viktor-weber.com.